Seit 2013 lebe ich ein eher unkonventionelles Leben und habe seitdem ganz viel losgelassen. Ich brauche nicht mehr viel zum Leben, mein Hausrat passt in einen PKW und meine Lebensweise ist etwas nomadisch. Ich fliesse mit dem Leben und bin daher immer am richtigen Ort, wo ich grad bin.
Ich habe eine kaufmännische Lehre gemacht, bin danach ein Jahr in die USA, habe 20 Jahre in der Administration gearbeitet, bin stolzes Mami meines Sohnes und nun seit 2013 in der Begleitung und Beratung tätig. Zudem übernehme ich seither auch Mandate von Firmen z.B. beim Start einer Einzelfirma, administrative Unterstützung und Aufbau optimaler Abläufe und Strukturen. Oder die Organisation von Nachmieter und Räumung einer Geschäftslokalität des SRK Kanton Bern. Meine besondere Stärke in diesem Bereich ist das analysieren von Abläufen und deren Vereinfachung aufs Wesentliche.
In meiner Ausbildung zur psychologischen Beraterin ILP im 2012 wurde für mich bestätigt, was ich schon länger wusste und gesagt bekam: ich kann gut zuhören, Menschen fühlen sich in einem Gespräch mit mir gehört, gesehen und gut aufgehoben. In dem Raum, der entsteht und kombiniert mit den richtigen Fragen kann eine verfahrene Situation zu einer Lösung, einer neuen Erkenntnis oder einfach einem Gefühl von "nicht mehr allein mit Allem sein" führen.
Die Ausbildung 2014 in der Sterbebegleitung war eine wertvolle Lehre über das Sterben aber auch, und besonders, das Leben. Die Auseinandersetzung mit dem Tod verleiht meiner Meinung nach dem eigenen Leben mehr Tiefe und Freiheit.
Ich lerne dadurch, dass ich die Dinge selbst erfahre. Theorie genügt mir oft nicht. Ich habe 3 Jahre im Wohnwagen gelebt, mit wenig Geld, ohne Kühlschrank und ohne fliessend Wasser. So war ich in den Kantonen Bern und Solothurn unterwegs. Verschiedene Begleitungen und andere Aufgaben wie z.B. Schafe melken, die Arbeit in einer Gastro-Küche und in einem spirituellen Seminarzentrum haben meinen Erfahrungsschatz in dieser Zeit erweitert.
2023 wollte ich herausfinden, wie es ist, die Aare bis zum Meer zu begleiten (oder sie mich) und bin mit meinem Hund zu Fuss der Aare entlang bis zum Rhein, weiter dem Rhein entlang nach Basel und dann durch Deutschland (zwischendurch auch mal per Bahn) bis nach Holland und weiter dem Nederrijn folgend an die Nordsee. 10 Wochen habe ich draussen gelebt, im Zelt mit der Natur. Diese Reise hat mein Vertrauen in das, was mit unseren Augen nicht sichtbar ist, noch vertieft und ich liebe es, von den erlebten Wundern zu erzählen.
Ich fühle mich vom Leben getragen, im Leben geborgen, und wünsche dies jedem Menschen, egal an was er oder sie glaubt.
Mit all diesen Erfahrungen im Gepäck lebe und wirke ich nun jeweils da, wo es mich gerade braucht.
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